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Jahresplanung und Priorisierung

In der Planungszeit kommen viele gute Ideen zusammen, und nicht alle passen ins nächste Jahr. Gute Planung heißt deshalb, gemeinsam zu entscheiden, was Vorrang hat.

Was dort entschieden wird, prägt das kommende Jahr. Deshalb hilft es, gut vorbereitet hineinzugehen.

In welcher Situation bist du?

Du musst entscheiden

Zwischen guten Optionen wählen, mit Kriterien, die alle nachvollziehen können.

  • Wir müssen entscheiden, was wegfällt

    Kläre, was zählt, bevor Optionen verglichen werden. Dann lässt sich die Entscheidung später gut erklären.

    Für uns liegt der Portal-Relaunch vorn, weil er die meisten Kund:innen betrifft; das interne Dashboard kann bis zum Herbst warten...

    Beispiel
  • Wir müssen eine Richtung fürs nächste Jahr wählen

    Welche Folgen zeigen sich erst später?

    Der Vertrieb will neue Märkte, der Support ist mit Bestandskunden ausgelastet, und die Finanzabteilung braucht vor der Budgetrunde eine Entscheidung...

    Beispiel

Du musst verhandeln

Andere Teams und die Leitung haben eigene Pläne für dieselben Leute und dasselbe Budget.

  • Ein anderes Team will dieselben Leute oder dasselbe Budget

    Was hat jedes Team zugesagt, und bis wann? Dort beginnt eine Aufteilung, mit der beide leben können.

    Das Plattform-Team und wir wollen dieselben vier Entwickler:innen, und beide Pläne fürs nächste Jahr hängen an ihnen...

    Beispiel
  • Die Roadmap ist schon jetzt überladen

    Ein offenes Gespräch über Kapazität jetzt erspart dir Überraschungen im Mai.

    Dieses Jahr haben wir neun Vorhaben geplant und sechs abgeschlossen. Wartung hat etwa 30 Prozent unserer Zeit gebraucht...

    Beispiel
  • Die Leitung soll meinen Plan mittragen

    Wenn du Kosten und Risiken gleich mitdenkst, kann sich die Leitung auf deine Idee konzentrieren.

    Für nächstes Jahr plane ich, unsere Testinfrastruktur zu automatisieren. Dafür brauche ich Budget und zwei Personen für sechs Monate...

    Beispiel

Etwas anderes rund um die Planung?

Finde mit ein paar Fragen eine passende Methode.

Wenn die Arbeitslast über längere Zeit zu viel wird, sprich mit deiner Führungskraft, HR oder dem betriebsärztlichen Dienst.

Was Planungsrunden leichter macht

  • Eine klare Reihenfolge festlegen.

    Eine Liste wird zum Plan, sobald sie eine Reihenfolge hat. Hilfreich ist die Frage, was als Erstes warten könnte.

  • Kriterien vor der Entscheidung klären.

    Wenn die Kriterien vorher feststehen, lässt sich die Entscheidung gut erklären und hat länger Bestand.

  • Mit realistischer Kapazität planen.

    Urlaub, Einarbeitung, Support und ungeplante Anfragen brauchen Zeit. Pläne, die das einrechnen, haben Luft für Unerwartetes.

  • Entscheidungen festhalten.

    Ein kurzes Protokoll hilft allen, sich auch Wochen später gleich zu erinnern, auch daran, was bewusst weggelassen wurde.

Porträt von Daniel Schmeiß

„Raum für Bewegung einplanen.“

Selbst der beste Plan hilft nicht, wenn er bei der ersten Änderung zusammenbricht.

Was ich heute anders machen würde

Ich würde früher klären, welche drei Ziele wirklich zählen und auf welchen Annahmen und Zahlen sie beruhen. Danach würde ich alles daran ausrichten und es schriftlich festhalten.

Daniel SchmeißMehr über Daniel und Reflacto

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